RGZV- und ASFV Altenhagen
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Aktuelles

Auch dieses Jahr sind wir wieder auf dem "Heeper Ting" mit unserem neuen Zelt vertreten. Mit Informationen rund um die Geflügelzucht und unseren Verein.

Tierschutzorganisation PETA verunsichert Angler

 

 

 

 

 

 Statt Ruhe und Naturerlebnis und manchmal vielleicht auch einen dicken Hecht an der Angel, müssen sich die Angler mit Anfeindungen der Organisation „Peta“ auseinandersetzen. Die hat Anzeigen wegen Tierquälerei erstattet. Foto: Colourbox

 

 

Münsterland - Die Anschuldigungen kommen von einer Organisation, die von der Stiftung Warentest in Sachen Transparenz und in der Rubrik Organisation und Kontrolle im Dezember dieses Jahres mit einem „unzureichend“ bewertet worden ist: Peta. Das hält die Tierschutzorganisation aber nicht davon ab, medienwirksam auf ihre Kampagnen aufmerksam zu machen. Zum Beispiel mit der Aktion „Angler haben kurze Ruten." Von Uwe Renners

Dort ist die Rede von Tierquälerei und dass angeblich aktuelle Studien zeigen, dass an der Männlichkeit von Anglern zu zweifeln ist, „die in ihrer Freizeit an nassen Flussufern stehen, um lange Phallusobjekte in der Hand zu halten und Fische zu quälen“. Gipfel dieser Vorwürfe sind Anzeigen wegen Tierquälerei, die von Peta öffentlich in Umlauf gebracht werden.

 

Königsangeln

So, wie zum Beispiel in Gronau oder beim ASV Borghorst. Dort hatten die Angler im August – sie machen das seit 50 Jahren – ihre Vereinsmitglieder zum Königsangeln mit anschließendem Familienfest eingeladen. Der „Anglerkönig“, also der Angler, der den schwersten Fisch gefangen hatte, wurde anschließend – so wie seit 50 Jahren – geehrt und der Öffentlichkeit in der Zeitung präsentiert. Mit der Folge, dass Peta ankündigte, ihn wegen Tierquälerei anzuzeigen. „Bis heute haben wir nichts mehr davon gehört“, sagt Kurt Schulte, Vorsitzender des ASV Borghorst. Der Anglerkönig habe nach der Drohung große Angst bekommen und der Vorstand habe beschlossen, in Zukunft nicht mehr über das Königsangeln in der Presse zu berichten. „Die Fische werden verwertet. Entweder werden sie mit nach Hause genommen, oder sie kommen abends beim Familienfest auf den Grill. Ich kann das nicht verstehen. Da hält jemand einen Wurm in einen riesigen See und soll dafür bestraft werden“, sagt Schulte.

 

Kampagne

„Das ist eine Kampagne. Es sind mehrere Fälle in Deutschland bekannt, bei denen Peta Anzeige erstattet hat“, sagt Dr. Michael Möhlenkamp. Der Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes NRW in Münster fordert die Vereine auf, die Gemeinschaftsangeln auch weiterhin durchzuführen. Wenn die Fische anschließend verwertet würden, seien die Angler auch rechtlich auf der sicheren Seite. Und über das Schmerzempfinden von Fischen sei kaum etwas bekannt. „Die Diskussion ist in vollem Gange. Sie wird aber in absehbarer Zeit zu keinem Ergebnis führen. Schmerz habe immer etwas mit Bewusstsein zu tun, sagt Möhlenkamp. „Man kann nicht über Schmerzen reden, sondern über messbare Stressparameter“, sagt der Geschäftsführer.

 

Problematisch

Problematisch sieht er das sogenannte „Catch&Release“-Angeln, dabei werden die Fische grundsätzlich nach dem Fang wieder ins Wasser gesetzt. Möhlenkamp: „Wenn man die Fische von Beginn an nicht mit nach Hause nehmen will, dann ist das ein Problem. Wenn aber jemand an den Kanal geht, um Zander zu fangen und einen Aal am Haken hat, dann muss er ihn wieder zurücksetzen können.“ Möhlenkamp ist kein Fall bekannt, bei dem eine Peta-Anzeige zum Erfolg geführt habe.

 

Peta-Humor

„Das stimmt“, sagt Peta-Kampagnenleiterin Tanja Breining. Der Durchbruch bei den Anzeigen stehe noch aus. Die Kampagne mit dem „typischen Peta-Humor“ laufe schon länger. Momentan stünden noch rund 50 Anzeigen gegen Angler, auch die aus Steinfurt und Gronau, im Raum. „Fische sind kein Spielzeug“, sagt Breining. Wenn ihre Organisation merke, dass bei einer Angelveranstaltung Wettbewerbscharakter vorliege, würde Anzeige erstattet. Peta hoffe auf Staatsanwälte, „die dem Tierschutz nahe stehen“.

 

Meinungsmache

Für Dr. Michael Möhlenkamp vom Landesfischereiverband ist so etwas pure Meinungsmache. „Da wird mit Emotionen und nicht mit Fakten argumentiert.“

Quelle:

http://www.lfv-westfalen.de/content/aktuelles/wn_interview_peta.php

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© Sascha Quisbrock